4 Bitten eines hochsensiblen Kindes

Was sich hochsensible Kinder von ihren Eltern w├╝nschen

­čÖĆWas w├╝rde wohl dein Kind bitten?

UND...wie der bitte deines hochsensiblen Kindes gerecht werden?

Das Leben eines hochsensiblen Kindes ist so normal und manchmal so besonders wie das Leben jedes anderen Kindes auch.
Und gleichzeitig bedarf es dem ein oder anderen Gedanken und
der ein oder anderen Bitte an deine Elternschaft mit deinem Kind.
Ich mag dich heute zu einem Perspektivwechsel einladen, der gut die Sicht deines Kindes repr├Ąsentieren kann.

 

Genau das ist auch oft der wichtige Teil meiner Arbeit:
dich der Welt deines Kindes ein bisschen n├Ąher zu bringen,
quasi eine kleine Entdeckungsreise in seine hochsensible Welt zu machen.

ÔÜá´ŞĆGanz wichtig ist mir hier zu sagen, ich m├Âchte dir keinsterweise ein schlechtes Gewissen machen oder
dich mit der Nase voll in die Schei├če rein dr├╝cken- was gerade nicht gut l├Ąuft,

sondern ich mag dich ermutigen oder motivieren, dir diese Dinge vielleicht nochmal anzugucken-

diesen blinden Fleck vielleicht aus eurem Leben zu r├Ąumen,

denn die sind immer wieder da.

Ich kenne sie zu gut aus meinem eigenen Alltag.
Wenn du den Fokus vielleicht gerade auf andere Dinge legst, fallen manche Dinge wieder hinten r├╝ber.

­čĄČAlso lass dich von mir nicht ├Ąrgern,
­čö«sondern eher motivieren, da an der einen oder anderen Stelle vielleicht nochmal hinzuschauen,
wenn du sp├╝rst, dass es dich dort piekst.


Erste Bitte.
Versuche mich nicht vor allem zu bewahren. Dein Mut hilft mir, mutig zu sein.

Dein Kind braucht deine Zuversicht und deinen Mut, die kleinen und gro├čen Herausforderungen seines Lebens sicher und gest├Ąrkt angehen zu k├Ânnen.
Da ist es ganz egal, ob es das Rauskommen am Nachmittag ist,
der Besuch von Freunden,
der Umgang mit seiner Gef├╝hlswelt oder
gro├če Herausforderungen wie Schulstart oder Eingew├Âhnung.
Je mutiger und vor allem auch sicherer und klarer du bist, dass diese Entscheidung, dieser Weg, diese Herausforderung jetzt angegangen werden kann.
Und umso vertrauensvoller kann dein Kind seine Herausforderungen meistern und
dich dann vielleicht bitten...

 

Zweite Bitte: 
Verlange nicht zu viel auf einmal, ich brauche kleine Schritte zum Ziel, dann kann ich fast alles schaffen.

 

Und das meine ich ganz genau so, wie es da steht.
Hochsensible Kinder wirken zart und manchmal auch wahnsinnig zur├╝ckhaltend,
so als k├Ânnten sie bestimmte Dinge gar niemals in ihrem Leben erreichen.


ÔĆ░Sie brauchen Zeit.
Zeit, kleine Schritte nacheinander zu machen.


Wenn du sicher bist in/mit einer bestimmten Situation und dich gut vorbereitet hast,
dann darf dein Kind diese Zeit auch bekommen.
Es ist ein Kind, das definitiv nicht alle Konsequenzen und Fakten vorher absehen kann, weil es Kind ist.
Aber wenn du die Sicherheit hast, Konsequenzen und Fakten vorher f├╝r dich gekl├Ąrt hast,
dass du sie kindgerecht an dein Kind weitergeben kannst und ihr in winzig kleinen Schritten die Herausforderung angehen k├Ânnt- dann k├Ânnt ihr das schaffen.


ÔÜá´ŞĆAchtung,

daf├╝r musst du Zeit einplanen, denn die braucht ihr, um kindgerecht oder vor allem individuell f├╝r dein Kind heranzugehen. Dann kann fast alles gelingen.


Dritte Bitte.

Sei nicht so streng mit mir. Ich gebe mein Bestes, doch manchmal siegt die Scheu vom Ungewohnten.

 

Auch wenn du jetzt denkst, vielleicht, aber XY haben wir doch schon hunderte Male gemacht.
Hochsensiblen Kindern fallen kleine Ver├Ąnderungen, Stimmung oder unangenehme Situationen schnell auf und
diese merken sie sich.
Sie sind immer auf der Hut vor Risiken bez├╝glich einer m├Âglichen ├ťberreizung und
auf der Suche nach Schutzfaktoren.
Deshalb fallen ihnen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen auch Trennungen so schwer.
Denn DU bist der maximale Schutz vor Risiko.
Eine unangenehme Situation muss erst hunderte Male mit einer positiven Erfahrung ├╝berschrieben werden,
damit die Haltung sich ├Ąndert.
Sei aber eben immer sicher, dein Kind gibt das Beste, was es kann und du kannst es unterst├╝tzen,
indem du ihm darin vertraust und ihm zur Seite stehst.

 

 

Vierte Bitte.
Lache nicht über meine Ängste. Sie sind erschreckend echt. Du kannst mir aber helfen, wenn du mich ernst nimmst.

 

Ernst nehmen ist bei diesem Thema und auch bezogen auf die Pers├Ânlichkeit deines Kindes wohl das wichtigste Gut. Dein Kind sp├╝rt genau, dass es anders ist als die anderen, dass es andere Bed├╝rfnisse hat oder

andere Anforderungen an das Leben.

So ist es besonders wertvoll einen sicheren und haltgebenden R├╝ckhalt zu haben,

der st├Ąrkend und wohlwollend immer da ist.

 

­čĄúIch bin mir sicher, dass du nicht direkt ├╝ber dein Kind lachst, wenn es etwas nicht schafft oder ├ängste zeigt.

Dein Kind kann ggf. aber zwischen den Zeilen lesen und bemerkt dein Schnaufen und Augenrollen.

Das darf passieren und bedarf ggf. einer Erkl├Ąrung.

­čĺČSowas wie: "Ich schnaufe nicht wegen dir oder deiner Angst- ich habe nur grade keine Idee was wir noch tun k├Ânnen..."

Und gleichzeitig wird diese Andersartigkeit fast unsichtbar, wenn es so ernst genommen wird von dir, wie es eben ist

und ihr gute Strategien f├╝r sein Leben findet.

 

Ernst nehmen und dennoch nicht vor allem zu bewahren.


Ein wahrlicher Balanceakt,

der gewiss auch mal nach hinten losgehen kann, aber auch daraus l├Ąsst sich lernen.

 

Ich hoffe, ich konnte dir heute mit diesem Blogartikel ein bisschen was an Perspektivwechsel f├╝r dich und dein Kind mitgeben.

 

Wenn du noch mehr Fragen hast dazu oder Gedanken, ich lade dich herzlich in meinem Mitgliederbereich ein.

Dort k├Ânnen wir zweimal monatlichen Fragerunden und auch Fragerunden f├╝r dein Kind Themen ganz genau angehen.

 

Hab's gut, bis bald, Denise.